Klaas

Tradition und Fortschritt

In ihrer frühen Geschichte deutete eigentlich nichts darauf hin, dass die Firma Klaas mit ihren Produkten auch international eine Führungsrolle einnehmen sollte. Obwohl das Familienunternehmen aus Ascheberg erst seit 1993 Aluminium-Kranaufbauten herstellt, hat es sich zu einer der erfolgreichsten Firmen in diesem Segment entwickelt. Ein Grund dafür: Klaas setzte als erster Betrieb überhaupt das vielseitige Aluminium zum Bau von Kränen und Aufzügen ein. „Im Alu-Kranbau sind wir heute Trendsetter“ freut sich Ludger Klaas, Inhaber der Klaas-Gruppe, über die Entwicklung des Unternehmens.

Erfindergeist

Dabei fing alles ganz anders an. Bereits 1933 gründete Theodor Klaas, der Vater des heutigen Firmeninhabers Ludger Klaas, seine Firma im westfälischen Werne. Als Bauunternehmer errichtete er vornehmlich große Gebäude wie Schulen und Kirchen – und dachte zu diesem Zeitpunkt noch nicht an Aufzüge oder gar Krane. Allerdings lernte er schnell die alltäglichen Probleme am Bau kennen. Mit diesen Erfahrungen und einer Menge neuer Ideen entwickelte Klaas nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die ersten Klaas-Schrägaufzüge und produzierte sie mit Erfolg zunächst in kleiner Serie. Der Unternehmer verlegte seinen Firmensitz von Werne in das 17 Kilometer entfernte Ascheberg, um weiter expandieren zu können. Der Eintritt des Sohnes Ludger in die Firma im Jahre 1969 brachte einen zusätzlichen Entwicklungsschub. Einen Meilenstein in der Geschichte des Unternehmens setzte die Entwicklung des ersten Kranes aus Aluminium. Anfänglich wurde der gelernte Elektriker und Schlossermeister Ludger Klaas noch wegen des luftigen Fliegengewichts aus Aluminium belächelt, doch im Jahr 1993 gelang der Maschinenbaufirma mit der neuen Erfindung international der Durchbruch.

International gefragt

Und dem findigen Entwickler gingen die Ideen nicht aus. So startete er bereits im Jahr 2000 ein neues Projekt. In Zusammenarbeit mit der Firma Iveco Magirus aus Ulm entwickelte er ein Feuerwehrkombinationsgerät, das sowohl beim Löschen als auch bei der Personenrettung zum Einsatz kommen kann. Bereits im Jahr 2003 konnte das erste – damals noch unter dem Namen Octopus laufende Gerät – ausgeliefert werden.

Ihre innovativen Produkte fertigen die Maschinenbauer heute vor allem für Dachdecker, Möbelspediteure, Zimmereibetriebe sowie Feuerwehren. Sieben unterschiedliche Modelle von Aluminium-Kranaufbauten baut die Firma Klaas je nach Anforderung des Kunden auf kleinere LKW bis 7,5 t sowie auf 12-t-LKW oder Anhängerfahrgestelle auf. Das Gleiche gilt für die Dachdecker- und Möbelaufzüge, die individuell nach den Erfordernissen der Kunden gebaut werden und eine Höhe von bis zu 64 Metern erreichen. Heute werden beide Geschäftsbereiche als eigenständige Unternehmen geführt: die Klaas Alu-Kranbau GmbH und die Theodor Klaas GmbH & Co. KG. Daneben hat sich seit 2005 der dritte Geschäftsbereich in Form der Klaas Service- und Vertriebs GmbH etabliert, der neben der Reparatur auch die Vermietung und den Vertrieb der Krane umfasst. Dank seiner technisch hoch entwickelten Produkte hat das Ascheberger Familienunternehmen ein Renommee, das weit über die Grenzen Deutschlands hinausgeht. Rund 80 Prozent der Schrägaufzugproduktion und ca. 50 % der Kranproduktion werden exportiert. Die Hauptabnehmerländer liegen hierbei in Europa, es mehren sich aber auch die Geschäftskontakte in der ganzen Welt.

Familienunternehmen

Der Erfolg des Unternehmens schlägt sich auch in den Mitarbeiterzahlen nieder. So sind mittlerweile rund 250 Mitarbeiter im Unternehmen tätig. Dem Ruf des Familienunternehmens „treu bleibend“ ist Ludger Klaas sehr daran gelegen, weitere Familienmitglieder in die Unternehmensstruktur einzubinden. Seine Frau Maria ist seit 1989 für den Bereich Finanz- und Lohnbuchhaltung zuständig. Sebastian Klaas, ältester Sohn und studierter Maschinenbauingenieur, ist seit 2002 in der Firma tätig und kümmert sich um den Bereich Controlling. Der Schwiegersohn Georg Küter übernimmt seit der Gründung der Klaas Service- und Vertriebs GmbH als Geschäftsführer die Verantwortung für die Bereiche Reparatur, Vermietung und Vertrieb. Nach erfolgreich abgeschlossener kaufmännischer Ausbildung und Bachelorstudiengang im Bereich Wirtschaftswissenschaften trat Tochter Daniela Klaas im Jahr 2007 in die Firma ein. Sie ist zuständig für die kaufmännische Leitung der produzierenden Unternehmen Klaas Alu-Kranbau GmbH und Theodor Klaas GmbH & Co. KG. Fehlte eigentlich nur noch der jüngste Spross Tobias Klaas, der seine Ausbildung zum Feinwerkmechaniker absolvierte und danach die Meisterschule erfolgreich besuchte. Er ist seit 2009 in der Firma Klaas tätig und ist als Serviceleiter für die Servicewerkstatt in Ascheberg und die sieben bundesweiten Niederlassungen verantwortlich.